Pranayama – spürt euren Atem

Pranayama ist in vielen Yogaformen ein wesentlicher Baustein. Beginnt daher eure Yogaübungen mit einem Moment der Stille und konzentriert euch auf eure Atmung. Wir stellen euch Atemtechniken vor, die euch bei ordnungsmäßiger Anwendung staunen lassen werden.

Die Bauchatmung: Beim Einatmen wölbt sich die Bauchdecke weit, beim Ausatmen müsst ihr eure Bauchdecke aktiv und bewusst einziehen. Viele Erwachsene müssen diese Art der Atmung erst wieder erlernen. Habt ihr diese erst einmal erlernt, können euch ein paar dieser Atemzüge binnen weniger Sekunden wieder zu euch selbst zurückbringen.

Die Feueratmung: Diese Art der Atmung ist speziell im Kundalini Yoga verbreitet. Sie baut auf der Bauchatmung auf, ähnelt aber eher einem Blasebalg. Ihr beschleunigt eure Bauchatmung auf ca. 2 Atemzüge pro Sekunde. Diese Atmung bietet sich für Streckposition oder den Ego-Ausradierer an.

Die Wechselatmung: Eine Atemtechnik, die in allen Yogaformen genutzt wird. Hier nutzt ihr die unterschiedliche Energie des linken und rechten Nasenlochs, um dich zu balancieren, um für Ausgeglichenheit und für Klarheit zu sorgen.

Diese Atemtechnik ist durch die Konzentration der Atmung auf das linke oder rechte Nasenloch besonders. Vielen von euch mag es vielleicht nicht auffallen, aber unsere Nase wechselt täglich automatisch zwischen den Nasenlöchern. Ihr könnt die Wirkung bewusst beeinflussen und nutzen.

Die Atmung nur durch das linke Nasenloch wirkt blutdrucksenkend und entspannend. Daher hilft es euch am Abend eure angesammelte Anspannung abzubauen und einzuschlafen.

Die Atmung durch das rechte Nasenloch regt an und hilft den Blutdruck zu steigern. Sind unter euch Menschen mit niedriegem Blutdruck solltet ihr das rechte Nasenloch häufiger benutzen. Außerdem schärft sie den Verstand und erfrischt den Geist.

Probiert es aus, indem ihr mit dem rechten Daumen das rechte Daumenloch verschließt, die Finger der Hand nach oben steckt und 1 Min durch das linke Nasenloch atmet.

Eine andere Körperhaltung – linke Hand unter die rechte Achsel, Daumen bleibt außen, der rechte Arm übt einen leichten Druck auf die linke Hand aus –  ändert eure Atmung. Atmet so lange und tief aus und ein. Spürt euren Atem wie er durch das linke Nasenloch strömt. Nun wechselt die Seite und atmet bis das andere Nasenloch geströmt wird.

Spürt euren Atem und lasst euch dann von uns durch eure Yogastunde leiten. Namaste!

Veröffentlicht in Yoga



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